Gemeinde Wathlingen

Elternräte und Gemeinde erarbeiten gerechtere Lösung: Eltern zeigen sich im Platz-Sharin solidarisch und schaffen mehr Plätze

„Als der erneute Lockdown aufgrund der hohen Inzidenzwerte im Landkreis sich abzeichnete, stieg die Zahl der Familien, die sich nach Notbetreuungsmöglichkeiten erkundigten sprunghaft an. Dabei war das zur Verfügung stehende Platzkontingent schon weitestgehend ausgeschöpft und es standen keine freien Plätze zur Verfügung“, erklärt Bürgermeister Torsten Harms zur Motivation des Platz-Sharing in den kommunalen Kindertagesstätten.

Viele Familien hätten die letzten Monate an den Rand ihrer Kräfte gebracht. Die Organisation von Homeschooling, Kinderbetreuung und Arbeit war für alle sehr kräftezehrend. Die Gründe für die Beantragung der Notbetreuung seien durchaus berechtigt gewesen und stünden im Einklang mit den Vorgaben des Kultusministeriums. Teilweise arbeiteten Eltern in den sogenannten systemrelevanten Arbeitsbereichen, die Kinder sind im Sommer schulpflichtig oder hatten einen besonderen Förderbedarf z.B. im Bereich der Sprachentwicklung.

Aus dieser Situation der knappen Plätze heraus lud Bürgermeister Torsten Harms zu einem virtuellen Treffen von Elternvertretern aus den beiden kommunalen Kitas Spatzennest und Gänseblümchen unter Beteiligung der Kita-Leitungen ein.  In diesem Treffen erörterten die Eltern mit den Vertretern der Gemeinde Möglichkeiten, wie mehr Kinder, die einen berechtigten Notbetreuungsbedarf haben, in den Genuss von Kita-Betreuung kommen könnten. Die Eltern entwickelten unterschiedliche Ideen, die zum Teil auch wieder verworfen wurden. Die Eltern einigten sich in der digitalen Konferenz auf den Vorschlag Platz-Sharing anzubieten. „Die Idee war, dass Kinder in der Regel nur noch 3 bzw. 2 Tage pro Woche in die Kita sind und dadurch mehr Kinder die Kita besuchen können“, erläuterte Anne Sklenarz die Leitung des Kita Gänseblümchen. Die Elternvertreter diskutierten das Für und Wider dieser Regelung. Im Focus stand aber auch, dass einige Eltern alle Urlaubs- und Freitage aufgebraucht haben, während andere ohne große Mühen den Urlaub und die Corona-Tage aufgespart haben.

„Alle Beteiligten war bewusst, dass diese Entscheidung für die Familien, die bisher jeden Tag die Notbetreuung nutzen konnten, eine Herausforderung ist, da man sich umstellen muss. Trotzdem waren sich die Eltern einig, dass man diesen Weg gemeinsam gehen will und sich damit solidarisch zeigen will mit den Familien, die seit Monaten ohne Kinderbetreuung zurechtkommen müssen“, erläutert Stefanie Neumann als Kindergartenleiterin die Schwierigkeiten.

Die Entscheidung der Elternvertreter und die Zusage der Gemeindeverwaltung, dass man dieses Modell umsetzen werde, führte nicht bei allen Eltern zur Zustimmung. Allerdings führt es aus Sicht der Verantwortlichen zu mehr Gerechtigkeit in der Kindertagesstätte. Die Aufsichtsbehörde in Lüneburg prüfte das Ansinnen in Wathlingen und kam auch zu dem Ergebnis, dass der Weg die Notbetreuung für mehr Familien zu ermöglichen, die einen nachgewiesenen Anspruch auf Betreuung haben, sehr lobenswert sei. „Es geht hier auch um Solidarität“, so Bürgermeister Harms, “und wenn eine alleinerziehende Krankenschwester aus dem AKH es organisiert bekommt nicht alle 5 Tage in Anspruch zu nehmen, dann ist das auch für andere durchaus zumutbar über Urlaubstage und Corona-Freitage nachzudenken.“

Nach der ersten Aufregung zeigt sich, dass die Eltern in den beiden kommunalen Kindertagesstätte solidarisch sind  und die meisten Familien in der Lage und bereit sind, sich zu arrangieren. „Dank dieses Verhaltens können wir nun vermehrt Familien in der Betreuung berücksichtigen, die bisher leer ausgegangen sind“, freuen sich Stefanie Neumann und Anne Sklenarz.

Rückfragen gern an: Stefanie Neumann 

Kommunale Kita Spatzennest
Sägemühlenstraße 38
29339 Wathlingen
Tel: 05144 – 490 353
Fax: 05144 – 490 354

Eine Idee aus den Niederlanden hat Bürgermeister Torsten Harms (CDU) aufgegriffen: Meisen sollen dem auch für den Menschen schädlichen Eichenprozessionsspinner den Garaus machen. Im Jahre 2020 ist an den Ortsstraßen mit vielen Eichenbäumen bereits zahlreiche Meisenkästen aufgehängt worden. Auch in diesem Jahr sind durch den Bauhof, unter der Leitung von Matthias Plagemann, 20 neue Nistkästen im Uetzer Weg, an der Kantallee und rund um den 4Generationen Park aufgehängt worden. Die „Hausbesetzung“ durch die Meisen kann also pünktlich zur Brutzeit beginnnen. Diese Maßnahme soll der Stärkung der Meisenpopulation dienen.

Es wird vermutet, dass durch die kleinen gefiederten Freunde die Raupe zurückgedrängt wird. „Dies hoffen wir natürlich sehr“, so Harms, „falls der Eichenprozessionsspinner dann doch nicht so schmackhaft ist, haben wir auf jeden Fall etwas für die in diesem Jahr auch durch eine Krankheit gebeutelte Meisenpopulation getan.“ Auch mit dieser Aktion beschreitet die Gemeindeverwaltung den „Wathlinger Weg“ der Nachhaltigkeit, da natürliche Feinde immer besser sind, als der Einsatz von Chemie.

Bequemer Paketempfang und -versand rund um die Uhr

Sie fehlte lange, die Packstation von DHL. Am Montag, den 12. April, nahm  DHL die neue Packstation beim Wathlinger LIDL-Markt in Betrieb. Die Lidl-Immobilien-Portfoliomanagerin, Julia Brunsen und der Politikbeauftragte der Deutschen Post, Stephan Siekmann freuten sich über die gelungene Kooperation der beiden Unternehmen in Wathlingen. Man sei davon überzeugt, dass diese neue Option den Kundinnen und Kunden zusagen werde, erklärte Julia Brunsen. „Mit den 81 Fächern haben wir hier eine Anlage, die der erwarteten Nachfrage gerecht wird“, erläutert Stephan Siekmann die Anlage, während  Thomas Jünemann, Deutsche Post, Abteilung Auslieferung Brief und Paket sowie die zuständige Postbotin Marianne Ankliff die Funktionsweise der Anlage mit den ersten Paketsendungen vorstellten.

Kunden können dort nun rund um die Uhr ihre DHL-Pakete abholen und vorfrankierte Sendungen verschicken. Siekmann betonte, dass die Postfilialen wichtiger denn je seien und die Paketstationen das Angebot ergänzen und den Kunden eine maximale Flexibilität bieten sollen. „Wir in Wathlingen legen größten Wert auf unsere Postfiliale in der Ortsmitte“, unterstreicht Bürgermeister Torsten Harms (CDU), „die persönliche Beratung sei durch nichts zu ersetzen! Wir werden daher auch in der Zukunft alles daran setzen, auch im Filialnetz der Post zu bleiben. Gern nehmen wir jedoch die Packstation als Ergänzung des Angebots an.“ Wathlingen sei aus Sicht der Gemeinde, so der Bürgermeister, mit einer Postfiliale, einer Packstation und den beiden DHL-Paketshops in der ARAL-Tankstelle und bei REWE außerordentlich gut aufgestellt. Diesen Status gelte es auch in der Zukunft zu erhalten.

Die neue Packstation sei auch ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem neuen Zentrum in der Gemeinde Wathlingen. Der neue ALDI-Markt, der Ende Oktober 2021 seine Türen öffnen soll, wird ebenfalls den Wandel auf dem Gelände der ehemaligen Firma August Göttker (AGBO) einmal mehr betonen. „Weiteren Entwicklungen rund um den LIDL und neuen ALDI-Standort wird die Gemeinde Wathlingen positiv gegenüberstehen“, so Harms am Rande der Eröffnung.


Stephan Siekmann, Marianne Ankliff, Thomas Jünemann, Torsten Harms, Julia Brunsen (v.l.)